Volker Klüpfel / Michael Kobr – Rauhnacht

Echt-Mord-Krimi-Dinner.

Kommissar Kluftinger startet zusammen mit seiner Frau und Langhammers in einen Kurzurlaub in der luftigen Allgäuer Höhe in einem Berghotel. Zusammen mit einigen anderen Besuchern in dem neu renovierten Hotel ist ein schönes gemütliches Silvester-Wochenende mit einem Live-Krimi-Dinner geplant. Insbesondere Martin Langhammer begeistert sich für dieses Detektiv-Spiel und ist von Beginn an bei der Ermittlung dabei. Bis auf ein Mal aus dem Spiel Realität wird und einer der Teilnehmer tot in seinem Zimmer gefunden wird.

Quelle: Piper Verlag, Genehmigung: vorablesen.de
Quelle: Piper Verlag, Genehmigung: vorablesen.de

Da ein Schneesturm inzwischen jeglichen Kontakt zur Außenwelt verbietet wird der Mörder unter den Hotelgästen und –angestellten vermutet. Aufgrund des Schneetreibens ist eine An- und Abreise nicht möglich. Und obwohl sich Kluftinger eigentlich nicht im Dienst befindet nimmt er gemeinsam mit Langhammer die Ermittlungen auf. Er stößt auf immer mehr Ungereimtheiten, viele der Hotelgäste haben sich bereits gekannt und viel zu viele haben leider auch ein Mordmotiv. Der Tathergang wird genauestens rekonstruiert und Schritt für Schritt nähern sich Kluftinger und Langhammer der Lösung und dem Mörder.

„Kluftinger schloss die Augen und seufzte in sich hinein. Langhammer als Hilfssheriff, das war wirklich die Höchststrafe.“ (S. 113)

Als bekennender Klufti-Fan durfte natürlich auch der fünfte Fall nicht in meinem Lesestapel fehlen. Die Geschichte hat wie immer den erwarteten ländlichen Allgäuer Charme, Kluftinger samt Frau und Langhammers bringen aufgrund ihrer charakteristischen Eigenschaften den Leser immer wieder zum Schmunzeln. Die Autoren erschaffen aus vielen alltäglichen Situationen eine Komik die begeistert. Auch wenn in Rauhnacht kein Spannungsbogen von der ersten bis zur letzten Seite existiert, bleibt die Grundfrage („Wer ist der Mörder?“) lange unbeantwortet und treibt den Leser unbewusst von Seite zu Seite.

Die Fettnäpfchen in die der Kommissar bislang in jedem der Fälle getreten ist fehlen auch hier nicht, und die rauhen, harten Winternächte mit viel Schnee vermitteln einen Hauch Winter. Die ehrliche und offene Darstellung der Autoren lassen den Leser mitten in das Geschehen eintauchen, man befindet sich kurze Zeit ebenfalls in dem Hotel und wird Teil des ganzen Spiels.

Der fünfte Fall für Kommissar Kluftinger ist wie auch die vorausgegangenen Fälle absolut empfehlenswert.

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