Michael Tietz – Rattentanz

Weltuntergangsstimmung.

Zu einem fest definierten Zeitpunkt fallen weltweit alle computergestützen Systeme aus. Dazu gehören weit mehr, als man sich im ersten Augenblick vorstellen kann: Flugzeugsteuerungen, Kraftwerkssysteme und Logistiksteuerungen um nur einige davon zu nennen.

Die Folge: die Energieversorgung, die Wasserversorgung und die medizinische Versorgung kann nicht mehr gewährleistet werden. Schon nach kürzester Zeit bricht zunächst in den Städten, später auf dem Land die öffentliche Ordnung zusammen.

„Der Absturz des Passagierflugzeuges versetzte den Maihimmel zurück in den von Gott gewollten Zustand. Ruhe.“ (S. 32)

Quelle: Ullstein Tb. Verlag

Unglaublich realistisch beschreibt Michael Tietz die Folgen des totalen Zusammenbruchs moderner Computersysteme. Menschen beginnen innerhalb kürzester Zeit den Kampf ums Überleben. Diesen allerdings gewinnt weit weniger als die Hälfte. Jede Tat reduziert sich auf die einfachsten Bedürfnisse: Wasser und Nahrung.

Mich hat das Werk von Michael Tietz sehr beeindruckt. Einziger Kritikpunkt ist der Ausgangspunkt der Katastrophe. Ein schlecht geplanter Schülerstreich erscheint mir hier doch zu einfach und unrealistisch. Aber davon abgesehen hat der Autor die Auswirkungen sehr gut recherchiert und eindrucksvoll geschildert. Nichts für schwache Nerven.

Ein Gedanke zu „Michael Tietz – Rattentanz“

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